Den Saustall ausmisten

gruene-sn_plakate-ltw2014_saustallGestern Mittelsachsen, heute Nordsachsen: In Bad Düben traf sich Volkmar Zschocke heute mit den VertreterInnen zweier Bürgerinitiativen, die sich gegen die Errichtung neuer Massentierhaltungsanlagen wehren.
Mit im Gepäck hatte er nicht nur eines unserer Motive (mit oben genannten Slogan), mit dem wir unter anderem in den Wahlkampf starten, sondern auch eine Sachsen-Karte mit verzeichneten, geplanten, im Bau befindlichen sowie betriebenen Schweine- bzw. Hühnermastanlagen. Die Karte zeigt: schon jetzt können vieler solcher Anlagen eingezeichnet werden, mehr sollen es nicht werden. Und hier kommen die Bürgerinitiativen mit ins Boot: Auch sie treten aktiv ein gegen die Errichtung neuer Tierhaltungsanlagen in ihrer Region. Denn sie sehen die Probleme, die solche Anlagen mit sich bringen: steigender Durchgangsverkehr, Geruchsbelästigung, eine steigende Keimbelastung der Luft, das Risiko steigender Nitratwerte des Grundwassers, aufgrund des Mehraufkommens an Gülle sowie ein Wertverlust des Landes. Und zu all diesen Problemen kommt, das, der nicht artgerechten Haltung der Tiere noch hinzu.  All dies braucht Sachsen nicht, da war man sich einig. Hingegen ist die Nachfrage nach regionalen und Bio-Produkten in Sachsen wesentlich höher als das Angebot. Fazit: Regionale, ländliche Strukturen sind die, die zu unterstützen sind und nicht die, die auf industrielle Landwirtschaft in Form von Tierfabriken setzen. Für die Bürgerinitiativen und für uns GRÜNE heißt es also: am Ball bleiben, denn noch mehr rote Punkte braucht unsere Sachsenkarte nicht!

Für alle, die sich für das Thema interessieren und sich auch die beschriebene Karte mal genauer anschauen wollen: www.massentierhaltung-sachsen.de
Und falls Ihr dann mal ein bisschen mehr Zeit habt: Auch Bad Düben, das sächsische Tor zur Dübener Heide, ist einen Besuch wert. Nicht nur, weil sich hier engagierte BürgerInnen gegen geplante Tierhaltungsanlagen im XXL-Format stellen.

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