Als einer auszog, um zu plakatieren:

4 Tage aus dem Leben eines Wahlkampfhelfers – Teil 2

Dass nicht alle sich über unsere GRÜNEN Plakate freuen, das wussten wir auch vorher schon.  In unserem Beitrag von gestern, berichtete Wolfgang Wetzel von Anfeindungen eines Autofahrers, aber immerhin auch von positiver Rückmeldung. Und heute, werden Wolfgangs Fluchtinstinkte wieder geweckt?

Dienstag, 29. Juli 2014
Von der NPD gelernt: Das erste Mal in meinem schon längere Zeit andauernden Leben haben mir die Nazis heute etwas Positives beigebracht. Als ich die Befestigung ihrer Plakate auf der Uferstraße inspizierte, lernte ich: Man muss, wenn man bei der Befestigung am oberen und unteren Plakatrand mit sehr langen Kabelbindern arbeitet, die überstehenden Zippeln gar nicht abschneiden, sondern kann sie in das Befestigungsloch einführen und sie verschwinden dann optisch im Inneren des Plakats. Das ersparte mir in der Folge Zeit!

Zwangsläufig nahm ich den neuesten Wahlslogan der Rechten zur Kenntnis: „Weg – mit dem Crystal-Dreck“. Das interessiert mich einerseits als Literaturfreund: Ich finde es gut, dass es die NPD immer wieder mit Reimen versucht. Allerdings stimmt das Versmaß nie, das war schon bei dem Oma-Roma-Plakat so. Dass sich die NPD in dadaistischer Dichtung oder moderner Lyrik versucht – also sich des metrischen Versmaßes entledigt hat – glaube ich nicht, denn solcherlei dürften sie wohl für „entartete Kunst“ halten.

Zum Zweiten: Als Sucht- und Drogen-Fachmann ist mir bekannt, dass Historiker davon ausgehen, dass Adolf Hitler seit spätestens 1943 methamphetaminabhängig war. Und die erfolgreichen Überfälle der Wehrmacht auf Polen und Frankreich wären ohne das massenhafte Verfüttern von Crystal an die deutschen Soldaten wahrscheinlich auch nicht möglich gewesen. Also was reden die Nazis denn jetzt dieses Medikament schlecht? Werden sie gar ihrem Führer untreu? Es wird wohl kein gutes Ende mit ihnen nehmen – auch wenn sie mir das mit den Zippeln beigebracht haben.

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